278 Begriffe

3PMSF Fahrzeugtechnik

Three-Peak Mountain Snowflake

Alpine-Symbol für Reifen, die definierte Anforderungen an die Schneegriffigkeit erfüllen. Das Piktogramm zeigt einen Berg mit drei Gipfeln und einer Schneeflocke.

48V Fahrzeugtechnik

48-Volt-Bordnetz

Elektrisches Teilbordnetz mit höherer Spannung als das klassische 12-Volt-System. Es wird unter anderem für Mildhybridfunktionen, elektrische Verdichter und leistungsstarke Nebenaggregate genutzt.

4WD Fahrzeugtechnik

Four-Wheel Drive

Vierradantrieb beziehungsweise Allradantrieb. Die Bezeichnung wird häufig für geländeorientierte oder zuschaltbare Allradsysteme verwendet, ist technisch aber nicht einheitlich definiert.

4x4 Fahrzeugtechnik

Vierradantrieb

Gebräuchliche Schreibweise für Fahrzeuge mit vier Rädern und vier angetriebenen Rädern. Im allgemeinen Sprachgebrauch entspricht 4x4 einem Allradfahrzeug.

ABC Fahrzeugtechnik

Active Body Control

Mercedes-Benz-Bezeichnung für ein aktives Fahrwerkssystem. Es kann Karosseriebewegungen wie Wanken und Nicken durch aktive hydraulische beziehungsweise elektrohydraulische Regelung reduzieren.

ABE Fahrzeugtechnik

Allgemeine Betriebserlaubnis

Deutsche Genehmigung für Fahrzeugtypen oder bestimmte Fahrzeugteile. Bei Zubehörteilen legt die ABE fest, unter welchen Bedingungen das Teil ohne zusätzliche Einzelgenehmigung verwendet werden darf.

ABS Fahrzeugtechnik

Antiblockiersystem

Elektronisches Bremssystem, das beim starken Bremsen ein Blockieren der Räder verhindert. Dadurch bleibt das Fahrzeug in der Regel lenkbar und die Fahrstabilität wird verbessert.

AC Fahrzeugtechnik

Alternating Current

Wechselstrom. Elektroautos werden an AC-Ladepunkten über das fahrzeugeigene Ladegerät geladen; im Fahrzeugbedienfeld kann A/C unabhängig davon auch für Air Conditioning stehen.

ACC Fahrzeugtechnik

Adaptive Cruise Control

Abstandsregeltempomat, der Geschwindigkeit und Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug automatisch regelt. Je nach Ausführung kann das System bis zum Stillstand abbremsen und anschließend wieder anfahren.

ACEA Fahrzeugtechnik

Association des Constructeurs Européens d’Automobiles

Verband europäischer Automobilhersteller. Im Werkstatt- und Wartungskontext ist ACEA besonders durch seine Motoröl-Spezifikationen bekannt.

ADAS Fahrzeugtechnik

Advanced Driver Assistance Systems

Sammelbegriff für moderne Fahrerassistenzsysteme. Dazu zählen je nach Fahrzeug beispielsweise ACC, Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Totwinkelüberwachung und Verkehrszeichenerkennung.

ADB Fahrzeugtechnik

Adaptive Driving Beam

Adaptives Fernlichtsystem, das den Lichtkegel gezielt verändert beziehungsweise Teilbereiche ausblendet. Dadurch kann die Straße weit ausgeleuchtet werden, ohne andere Verkehrsteilnehmer unnötig zu blenden.

ADDW Fahrzeugtechnik

Advanced Driver Distraction Warning

Erweitertes Warnsystem gegen Fahrerablenkung. Das System überwacht Anzeichen dafür, dass der Fahrer seine Aufmerksamkeit nicht ausreichend auf das Verkehrsgeschehen richtet, und gibt bei Bedarf eine Warnung aus.

ADS Fahrzeugtechnik

Automated Driving System

System für automatisiertes Fahren. Der Begriff bezeichnet eine technische Gesamtheit, die innerhalb ihres vorgesehenen Einsatzbereichs die dynamische Fahraufgabe automatisiert übernehmen kann.

AEB Fahrzeugtechnik

Autonomous Emergency Braking

Automatisches Notbremssystem, das eine drohende Kollision erkennt und selbstständig eine Bremsung einleiten kann. Ziel ist es, einen Unfall zu vermeiden oder zumindest die Aufprallgeschwindigkeit zu reduzieren.

AEBS Fahrzeugtechnik

Advanced Emergency Braking System

Hochentwickeltes Notbrems-Assistenzsystem nach europäischer Terminologie. Es erkennt potenzielle Kollisionen und kann automatisch bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden oder dessen Folgen zu mindern.

AFIR Fahrzeugtechnik

Alternative Fuels Infrastructure Regulation

EU-Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Sie enthält unter anderem Anforderungen an öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur und Nutzerzugang.

AFS Fahrzeugtechnik

Adaptive Front-lighting System

Adaptives Frontbeleuchtungssystem, das die Lichtverteilung an Fahrsituation, Geschwindigkeit oder Lenkwinkel anpassen kann. Je nach Ausführung umfasst es Kurvenlicht, Abbiegelicht oder variable Lichtkegel.

AGR Fahrzeugtechnik

Abgasrückführung

System zur Rückführung eines Teils der Abgase in den Ansaugtrakt. Dadurch sinkt insbesondere bei Verbrennungsmotoren die Verbrennungstemperatur und die Bildung von Stickoxiden kann reduziert werden.

AIF Fahrzeugtechnik

Alcohol Interlock Installation Facilitation

Standardisierte Vorrüstung beziehungsweise Schnittstelle zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre. Sie gehört zu den in der EU geregelten modernen Fahrzeugsicherheitsfunktionen.

AMT Fahrzeugtechnik

Automated Manual Transmission

Automatisiertes Schaltgetriebe. Technisch basiert es auf einem konventionellen Handschaltgetriebe, Kupplung und Gangwahl werden jedoch durch Aktoren automatisiert.

API Fahrzeugtechnik

American Petroleum Institute

US-amerikanische Organisation, deren Klassifikationen unter anderem Leistungsanforderungen an Motoröle definieren. API-Klassen werden auch auf in Europa angebotenen Schmierstoffen angegeben.

AR-HUD Fahrzeugtechnik

Augmented Reality Head-Up Display

Head-up-Display mit erweiterten, räumlich wirkenden Einblendungen. Navigations- oder Assistenzhinweise können optisch so dargestellt werden, als lägen sie direkt auf der Straße.

ASR Fahrzeugtechnik

Antriebsschlupfregelung

Regelsystem gegen durchdrehende Antriebsräder. Es reduziert bei zu viel Schlupf das Motormoment und kann einzelne Räder gezielt abbremsen.

AT Fahrzeugtechnik

Automatic Transmission

Automatikgetriebe. Der Begriff kann je nach Fahrzeug Wandlerautomatik, Doppelkupplungsgetriebe oder andere automatisch schaltende Getriebekonzepte umfassen.

AU Fahrzeugtechnik

Abgasuntersuchung

Prüfung der abgasrelevanten Systeme und Emissionen eines Fahrzeugs. Die AU ist in Deutschland Bestandteil der Hauptuntersuchung, wird aber weiterhin als eigener Prüfbereich bezeichnet.

AVAS Fahrzeugtechnik

Acoustic Vehicle Alerting System

Akustisches Fahrzeug-Warnsystem für leise Elektro- und Hybridfahrzeuge. Es erzeugt bei niedrigen Geschwindigkeiten ein künstliches Fahrgeräusch, damit andere Verkehrsteilnehmer das Fahrzeug besser wahrnehmen.

AWD Fahrzeugtechnik

All-Wheel Drive

Allradantrieb. Je nach System werden alle vier Räder permanent oder bedarfsgerecht angetrieben.

B10 Fahrzeugtechnik

Dieselkraftstoff mit bis zu 10 Prozent FAME

Dieselkraftstoff mit einem Biodieselanteil von bis zu zehn Volumenprozent FAME. Er darf nur in Fahrzeugen verwendet werden, die dafür freigegeben sind.

B7 Fahrzeugtechnik

Dieselkraftstoff mit bis zu 7 Prozent FAME

Kennzeichnung für Dieselkraftstoff, der bis zu sieben Volumenprozent Biodiesel in Form von FAME enthalten darf. B7 ist in Deutschland eine sehr verbreitete Dieselqualität.

BAS Fahrzeugtechnik

Bremsassistent

Bremsassistenzsystem, das eine vom Fahrer eingeleitete Notbremsung erkennt und sehr schnell den erforderlichen hohen Bremsdruck aufbaut. Dadurch kann sich der Bremsweg gegenüber einer zu zögerlichen Pedalbetätigung verkürzen.

BCM Fahrzeugtechnik

Body Control Module

Karosseriesteuergerät. Es koordiniert je nach Fahrzeug unter anderem Beleuchtung, Zentralverriegelung, Fensterheber, Wischer und Komfortfunktionen.

BEV Fahrzeugtechnik

Battery Electric Vehicle

Reines Elektroauto mit Traktionsbatterie und ohne Verbrennungsmotor.

BMS Fahrzeugtechnik

Battery Management System

Batteriemanagementsystem. Es überwacht Zellspannungen, Temperaturen, Ladezustand und weitere Betriebsgrößen und schützt die Traktionsbatterie vor unzulässigen Zuständen.

BSD Fahrzeugtechnik

Blind Spot Detection

Totwinkelerkennung. Sensoren überwachen Bereiche seitlich und schräg hinter dem Fahrzeug und warnen vor Verkehrsteilnehmern, die im Außenspiegel leicht übersehen werden können.

BSIS Fahrzeugtechnik

Blind Spot Information System

Informationssystem für den toten Winkel. Es erkennt Verkehrsteilnehmer in schwer einsehbaren Bereichen neben dem Fahrzeug und warnt den Fahrer, insbesondere vor Spurwechseln oder Abbiegevorgängen.

BSM Fahrzeugtechnik

Blind Spot Monitoring

Totwinkelüberwachung mittels Radar, Kamera oder anderer Sensorik. Das System warnt typischerweise über Symbole in den Außenspiegeln und gegebenenfalls zusätzlich akustisch.

BtL Fahrzeugtechnik

Biomass to Liquid

Synthetischer Flüssigkraftstoff, der aus Biomasse hergestellt wird. BtL gehört zu den sogenannten synthetischen beziehungsweise paraffinischen Kraftstoffen.

BTMS Fahrzeugtechnik

Battery Thermal Management System

Thermomanagementsystem der Traktionsbatterie. Es hält Batteriezellen durch Heizen und Kühlen in einem geeigneten Temperaturbereich und beeinflusst damit Leistung, Ladegeschwindigkeit und Alterung.

C-V2X Fahrzeugtechnik

Cellular Vehicle to Everything

Mobilfunkbasierte V2X-Kommunikation. Sie ermöglicht direkte oder netzgestützte Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und weiteren Verkehrsteilnehmern.

CAN Fahrzeugtechnik

Controller Area Network

Weit verbreiteter Fahrzeug-Datenbus für die Kommunikation zwischen Steuergeräten. CAN ermöglicht robusten Datenaustausch ohne zentrale Host-Steuerung.

CCS Fahrzeugtechnik

Combined Charging System

Europäischer Standard für AC- und DC-Laden über einen kombinierten Anschluss.

CDI Fahrzeugtechnik

Common Rail Direct Injection

Mercedes-Benz verwendete Modell- und Motorbezeichnung für Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, insbesondere Common-Rail-Systemen. Das Kürzel ist vor allem bei älteren und mittleren Fahrzeuggenerationen verbreitet.

CDTI Fahrzeugtechnik

Common Rail Diesel Turbo Injection

Vor allem bei Opel verwendete Bezeichnung für aufgeladene Dieselmotoren mit Common-Rail-Direkteinspritzung.

CHAdeMO Fahrzeugtechnik

CHArge de MOve

Japanischer Standard für DC-Schnellladen. Er war vor allem bei älteren japanischen Elektroautos verbreitet und wird in Europa zunehmend durch CCS ersetzt.

CNG Fahrzeugtechnik

Compressed Natural Gas

Komprimiertes Erdgas beziehungsweise Biomethan als Fahrzeugkraftstoff. Es wird gasförmig unter hohem Druck in speziellen Druckbehältern gespeichert.

CO Fahrzeugtechnik

Kohlenmonoxid

Giftiges Gas, das bei unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Kraftstoffe entstehen kann. Katalysatoren oxidieren CO möglichst zu Kohlendioxid.

CO2 Fahrzeugtechnik

Kohlendioxid

Treibhausgas, das bei der vollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Kraftstoffe entsteht. CO2-Emissionen stehen in direktem Zusammenhang mit dem Kraftstoffverbrauch.

CoC Fahrzeugtechnik

Certificate of Conformity

EU-Übereinstimmungsbescheinigung eines Fahrzeugs. Sie bestätigt, dass das konkrete Fahrzeug einem genehmigten Typ entspricht, und enthält zahlreiche technische Daten für die Zulassung.

CPO Fahrzeugtechnik

Charge Point Operator

Betreiber von Ladepunkten beziehungsweise Ladeinfrastruktur. Der CPO ist für technischen Betrieb, Verfügbarkeit und häufig auch Wartung der Ladeeinrichtungen verantwortlich.

CR Fahrzeugtechnik

Common Rail

Speichereinspritzsystem, vor allem bei Dieselmotoren. Eine gemeinsame Hochdruckleitung versorgt die Injektoren, wodurch Einspritzzeitpunkt und Einspritzmenge flexibel gesteuert werden können.

CRDi Fahrzeugtechnik

Common Rail Direct Injection

Herstellerübergreifend verwendete Bezeichnung für Common-Rail-Direkteinspritzung bei Dieselmotoren. Besonders bekannt ist das Kürzel aus Modellbezeichnungen von Hyundai und Kia.

CUV Fahrzeugtechnik

Crossover Utility Vehicle

Crossover-Fahrzeug, das Merkmale verschiedener Fahrzeugklassen kombiniert. Häufig bezeichnet CUV kompaktere, Pkw-orientierte Modelle mit SUV-ähnlicher Karosserie.

CVT Fahrzeugtechnik

Continuously Variable Transmission

Stufenloses Getriebe mit kontinuierlich veränderbarer Übersetzung. Es besitzt keine fest abgestuften klassischen Gänge und kann den Motor in einem günstigen Drehzahlbereich halten.

DAB Fahrzeugtechnik

Digital Audio Broadcasting

Digitaler Rundfunkstandard. Im Fahrzeug ermöglicht DAB beziehungsweise DAB+ digitalen Radioempfang mit zusätzlichen Programminformationen.

DC Fahrzeugtechnik

Direct Current

Gleichstrom. Beim DC-Schnellladen wird der Wechselstrom außerhalb des Fahrzeugs gleichgerichtet und die Batterie weitgehend direkt über die Ladeelektronik mit Gleichstrom versorgt.

DCC Fahrzeugtechnik

Dynamic Chassis Control

Volkswagen-Bezeichnung für eine adaptive Dämpferregelung. Die Dämpferkennlinie wird elektronisch an Fahrzustand und gewählten Fahrmodus angepasst.

dCi Fahrzeugtechnik

Direct Common-rail Injection

Renault-Nissan-Bezeichnung für Dieselmotoren mit Common-Rail-Direkteinspritzung. Das Kürzel findet sich in zahlreichen europäischen Modellgenerationen.

DCT Fahrzeugtechnik

Dual Clutch Transmission

Doppelkupplungsgetriebe mit zwei Teilgetrieben und zwei Kupplungen. Während ein Gang aktiv ist, kann der nächste bereits vorgewählt werden, wodurch schnelle Schaltvorgänge möglich sind.

DDAW Fahrzeugtechnik

Driver Drowsiness and Attention Warning

Warnsystem bei Müdigkeit und nachlassender Aufmerksamkeit des Fahrers. Es analysiert fahrzeugseitige Signale und warnt, wenn Anzeichen für Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit erkannt werden.

DEKRA Fahrzeugtechnik

Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein

Historische Namensherkunft der heutigen DEKRA-Prüforganisation. DEKRA führt Fahrzeugprüfungen, Begutachtungen und zahlreiche weitere technische Dienstleistungen durch.

DI Fahrzeugtechnik

Direct Injection

Direkteinspritzung. Der Kraftstoff wird direkt in den Brennraum eingespritzt, statt zuvor in ein Saugrohr oder eine Vorkammer eingebracht zu werden.

DMS Fahrzeugtechnik

Driver Monitoring System

Fahrerüberwachungssystem. Kameras oder andere Sensoren können Blickrichtung, Kopfhaltung und weitere Merkmale auswerten, um Müdigkeit oder Ablenkung zu erkennen.

DOC Fahrzeugtechnik

Diesel Oxidation Catalyst

Diesel-Oxidationskatalysator. Er oxidiert unter anderem Kohlenmonoxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe und ist Teil moderner Diesel-Abgasnachbehandlung.

DoD Fahrzeugtechnik

Depth of Discharge

Entladetiefe einer Batterie. Sie beschreibt, welcher Anteil der nutzbaren oder nominalen Kapazität entnommen wurde und ist damit das Gegenstück zum verbleibenden Ladezustand.

DOHC Fahrzeugtechnik

Double Overhead Camshaft

Zylinderkopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderbank, üblicherweise getrennt für Einlass- und Auslassventile. Die Bauweise ist bei modernen Mehrventilmotoren weit verbreitet.

DOT Fahrzeugtechnik

Department of Transportation

Kennzeichnung auf Reifen, deren Bestandteil unter anderem das Produktionsdatum codiert. Die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer geben Kalenderwoche und Jahr der Herstellung an.

DPF Fahrzeugtechnik

Dieselpartikelfilter

Partikelfilter im Abgasstrang eines Dieselmotors. Er sammelt Rußpartikel und verbrennt sie während passiver oder aktiver Regenerationsphasen.

DRL Fahrzeugtechnik

Daytime Running Light

Tagfahrlicht. Es verbessert die Erkennbarkeit des Fahrzeugs am Tag und ist nicht mit dem vollwertigen Abblendlicht gleichzusetzen.

DSC Fahrzeugtechnik

Dynamic Stability Control

BMW-Bezeichnung für die elektronische Fahrstabilitätsregelung. Das System entspricht funktional dem Prinzip von ESC beziehungsweise ESP und kann durch gezielte Brems- und Motoreingriffe stabilisieren.

DSG Fahrzeugtechnik

Direktschaltgetriebe

Volkswagen-Bezeichnung für ein Doppelkupplungsgetriebe. Zwei Kupplungen bedienen getrennte Teilgetriebe, wodurch Gangwechsel mit sehr kurzer Zugkraftunterbrechung möglich sind.

DTC Fahrzeugtechnik

Dynamic Traction Control

BMW-Bezeichnung für eine traktionsorientierte Regelfunktion der Fahrdynamiksysteme. Je nach Betriebszustand wird mehr Radschlupf zugelassen als bei einer streng regelnden Stabilitätskontrolle.

E10 Fahrzeugtechnik

Ottokraftstoff mit bis zu 10 Prozent Ethanol

Kraftstoffkennzeichnung für Benzin mit einem Ethanolanteil von bis zu zehn Volumenprozent. Fahrzeuge müssen für E10 vom Hersteller freigegeben sein.

E5 Fahrzeugtechnik

Ottokraftstoff mit bis zu 5 Prozent Ethanol

Kraftstoffkennzeichnung für Benzin mit einem Ethanolanteil von bis zu fünf Volumenprozent. E5 ist in Deutschland weiterhin als Ottokraftstoffqualität verfügbar.

E85 Fahrzeugtechnik

Ethanolkraftstoff mit hohem Ethanolanteil

Kraftstoffgemisch mit typischerweise bis zu 85 Prozent Ethanol und einem Benzinanteil. Es ist für entsprechend ausgelegte Flexible-Fuel-Fahrzeuge vorgesehen.

EBA Fahrzeugtechnik

Emergency Brake Assist

Notbremsassistent beziehungsweise Bremskraftunterstützung in Gefahrensituationen. Das System erkennt eine schnelle Notbremsanforderung und unterstützt den Fahrer beim Aufbau der erforderlichen Bremsleistung.

EBD Fahrzeugtechnik

Electronic Brakeforce Distribution

Elektronische Bremskraftverteilung. Sie verteilt den Bremsdruck situationsabhängig zwischen Vorder- und Hinterachse beziehungsweise einzelnen Rädern und unterstützt damit Stabilität und Bremsleistung.

EBE Fahrzeugtechnik

Einzelbetriebserlaubnis

Betriebserlaubnis für ein einzelnes Fahrzeug, wenn keine passende allgemeine Typgenehmigung vorliegt oder besondere Umstände eine Einzelgenehmigung erfordern.

EBV Fahrzeugtechnik

Elektronische Bremskraftverteilung

Deutsche Bezeichnung für die elektronische Verteilung der Bremskräfte. Die Funktion arbeitet mit ABS- und Fahrdynamiksensorik und hilft, ein Überbremsen einzelner Achsen zu vermeiden.

ECE Fahrzeugtechnik

Economic Commission for Europe

Historisch und umgangssprachlich verwendete Kurzbezeichnung im Zusammenhang mit UNECE-Regelungen. ECE-Prüfzeichen auf Fahrzeugteilen verweisen auf Genehmigungen nach entsprechenden UN-Regelungen.

ECU Fahrzeugtechnik

Electronic Control Unit

Elektronisches Steuergerät. Im Fahrzeug steuern ECUs beispielsweise Motor, Getriebe, Bremsen, Airbags, Karosseriefunktionen oder Fahrerassistenzsysteme.

eCVT Fahrzeugtechnik

Electronic Continuously Variable Transmission

Bezeichnung für elektrisch beziehungsweise leistungsverzweigt realisierte stufenlose Getriebefunktionen, häufig in Hybridfahrzeugen. Ein eCVT muss konstruktiv kein klassisches Riemen-CVT sein.

EDC Fahrzeugtechnik

Electronic Damper Control

BMW-Bezeichnung für elektronisch geregelte Dämpfer. Das System passt die Dämpfung abhängig von Fahrsituation und Fahrprogramm an.

EDR Fahrzeugtechnik

Event Data Recorder

Ereignisdatenspeicher, umgangssprachlich oft als Unfall-Datenschreiber bezeichnet. Er speichert ausgewählte fahrdynamische und sicherheitsrelevante Parameter kurz vor, während und unmittelbar nach einem Unfallereignis.

EDS Fahrzeugtechnik

Elektronische Differenzialsperre

Elektronische Traktionshilfe, die ein durchdrehendes Antriebsrad gezielt abbremst. Dadurch kann mehr Antriebsmoment an das Rad mit besserer Haftung übertragen werden.

EGR Fahrzeugtechnik

Exhaust Gas Recirculation

Englische Bezeichnung für Abgasrückführung. EGR und AGR meinen dasselbe Grundprinzip zur Reduzierung vor allem von Stickoxiden.

ELK Fahrzeugtechnik

Emergency Lane Keeping

Notfall-Spurhaltefunktion. Das System greift bei kritischem Verlassen der Fahrspur oder Fahrbahnbegrenzung unterstützend in die Lenkung ein.

ELKS Fahrzeugtechnik

Emergency Lane Keeping System

Notfall-Spurhaltesystem nach europäischer Terminologie. Es unterstützt den Fahrer dabei, bei einer drohenden gefährlichen Spurabweichung eine sichere Fahrzeugposition zu halten.

eLSD Fahrzeugtechnik

Electronic Limited Slip Differential

Elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial. Der Sperrgrad wird aktiv gesteuert, um Traktion, Einlenkverhalten und Fahrstabilität zu beeinflussen.

EMSP Fahrzeugtechnik

E-Mobility Service Provider

Elektromobilitätsdienstleister, der Fahrern Zugang zu Ladenetzen, Tarifen und Abrechnung bereitstellt. Ein EMSP muss nicht selbst Eigentümer oder Betreiber der Ladepunkte sein.

EOBD Fahrzeugtechnik

European On-Board Diagnostics

Europäische Ausprägung der gesetzlich vorgeschriebenen On-Board-Diagnose für emissionsrelevante Systeme. Sie basiert auf standardisierten Diagnosefunktionen und Schnittstellen.

EPB Fahrzeugtechnik

Electronic Parking Brake

Elektrische Parkbremse. Elektromechanische Aktoren übernehmen die Funktion der klassischen mechanischen Handbremse.

EPS Fahrzeugtechnik

Electric Power Steering

Elektrische Servolenkung. Ein Elektromotor unterstützt die Lenkbewegung bedarfsgerecht und ermöglicht zudem die Integration vieler Assistenzfunktionen.

EREV Fahrzeugtechnik

Extended Range Electric Vehicle

Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer. Die Räder werden primär elektrisch angetrieben; ein Verbrennungsmotor kann elektrische Energie erzeugen und dadurch die Reichweite erhöhen.

ESC Fahrzeugtechnik

Electronic Stability Control

International gebräuchliche Bezeichnung für die elektronische Stabilitätskontrolle. Das System erkennt instabile Fahrzustände und stabilisiert das Fahrzeug durch gezielte Brems- und Motoreingriffe.

ESP Fahrzeugtechnik

Elektronisches Stabilitätsprogramm

Elektronisches Fahrstabilitätssystem, das Schleudern beziehungsweise Ausbrechen erkennen und durch gezielte Bremseingriffe sowie Anpassung des Motormoments entgegenwirken kann. ESP ist eine bekannte Markenbezeichnung; technisch wird international häufig ESC verwendet.

ESS Fahrzeugtechnik

Emergency Stop Signal

Notbremssignal. Bei starker Verzögerung werden nachfolgende Verkehrsteilnehmer durch eine besondere Lichtsignalisierung, häufig schnell blinkende Bremsleuchten oder Warnblinker, gewarnt.

ETRTO Fahrzeugtechnik

European Tyre and Rim Technical Organisation

Europäische technische Organisation für Reifen und Felgen. Sie veröffentlicht technische Standards, Dimensionen und Zuordnungen für Reifen, Felgen und Ventile.

EV Fahrzeugtechnik

Electric Vehicle

Allgemeine englische Abkürzung für Elektrofahrzeug. Je nach Kontext kann EV ein reines batterieelektrisches Fahrzeug oder weiter gefasst ein elektrifiziertes Fahrzeug bezeichnen.

eVB Fahrzeugtechnik

elektronische Versicherungsbestätigung

Digitaler Versicherungsnachweis für die Kfz-Zulassung in Deutschland. Die eVB-Nummer bestätigt gegenüber der Zulassungsstelle das Bestehen des erforderlichen Haftpflichtversicherungsschutzes.

EVSE Fahrzeugtechnik

Electric Vehicle Supply Equipment

Versorgungseinrichtung zum Laden von Elektrofahrzeugen. Dazu gehören technische Komponenten eines Ladepunkts, die Energie sicher bereitstellen und mit dem Fahrzeug kommunizieren.

EZ Fahrzeugtechnik

Erstzulassung

Datum, an dem ein Fahrzeug erstmals zum öffentlichen Straßenverkehr zugelassen wurde. Die Erstzulassung kann vom tatsächlichen Baujahr oder Produktionsdatum abweichen.

FAME Fahrzeugtechnik

Fatty Acid Methyl Ester

Fettsäuremethylester und chemische Basis vieler Biodieselkraftstoffe. FAME wird in Deutschland unter anderem als Beimischung in Dieselkraftstoff verwendet.

FAP Fahrzeugtechnik

Filtre à Particules

PSA-Bezeichnung für den Dieselpartikelfilter. Das französische Kürzel wurde insbesondere bei Peugeot- und Citroën-Modellen verbreitet.

FCEV Fahrzeugtechnik

Fuel Cell Electric Vehicle

Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug. Wasserstoff wird in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die einen Elektromotor antreibt.

FCV Fahrzeugtechnik

Fuel Cell Vehicle

Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb. Im Pkw-Bereich wird häufig die genauere Bezeichnung FCEV verwendet.

FCW Fahrzeugtechnik

Forward Collision Warning

Frontkollisionswarnung. Das System erkennt eine drohende Kollision mit vorausfahrenden oder stehenden Objekten und warnt den Fahrer, ohne zwingend selbst zu bremsen.

FIN Fahrzeugtechnik

Fahrzeug-Identifizierungsnummer

In Deutschland offizielle Bezeichnung für die eindeutige Fahrzeugidentifikationsnummer. Sie entspricht der international gebräuchlichen VIN und ist unter anderem in den Fahrzeugpapieren eingetragen.

FL Fahrzeugtechnik

Facelift

Kurzform für eine Modellüberarbeitung innerhalb einer bestehenden Fahrzeuggeneration. Typische Änderungen betreffen Design, Infotainment, Assistenzsysteme oder Antriebstechnik.

FSI Fahrzeugtechnik

Fuel Stratified Injection

Volkswagen-Konzernbezeichnung für Benzin-Direkteinspritzung. Frühe FSI-Motoren konnten unter bestimmten Bedingungen mit geschichteter Gemischbildung arbeiten.

FWD Fahrzeugtechnik

Front-Wheel Drive

Vorderradantrieb. Die Antriebskraft wird an die Vorderräder übertragen.

FZV Fahrzeugtechnik

Fahrzeug-Zulassungsverordnung

Deutsche Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr. Sie regelt unter anderem Zulassungsverfahren, Kennzeichen und Fahrzeugdokumente.

GDI Fahrzeugtechnik

Gasoline Direct Injection

Benzin-Direkteinspritzung. Ottokraftstoff wird unter hohem Druck direkt in den Brennraum eingespritzt.

GNSS Fahrzeugtechnik

Global Navigation Satellite System

Oberbegriff für globale Satellitennavigationssysteme wie GPS, Galileo, GLONASS oder BeiDou. Moderne Fahrzeugnavigation kombiniert häufig Signale mehrerer Systeme.

GPF Fahrzeugtechnik

Gasoline Particulate Filter

Ottopartikelfilter für Benzinmotoren, insbesondere Direkteinspritzer. Im Deutschen ist dafür auch die Abkürzung OPF gebräuchlich.

GPS Fahrzeugtechnik

Global Positioning System

Satellitennavigationssystem der USA. Fahrzeuge nutzen GPS-Daten unter anderem für Navigation, Ortung und zahlreiche vernetzte Dienste.

GtL Fahrzeugtechnik

Gas to Liquid

Verfahren beziehungsweise Kraftstoffgruppe, bei der gasförmige Ausgangsstoffe in flüssige synthetische Kraftstoffe umgewandelt werden.

GTÜ Fahrzeugtechnik

Gesellschaft für Technische Überwachung

Deutsche Prüforganisation für Fahrzeuguntersuchungen und technische Begutachtungen. Sie führt unter anderem Hauptuntersuchungen durch.

H2 Fahrzeugtechnik

Wasserstoff

Chemische Kurzform für molekularen Wasserstoff. Im Fahrzeugbereich wird H2 vor allem als Energieträger für Brennstoffzellenfahrzeuge und vereinzelt für Wasserstoff-Verbrennungsmotoren genutzt.

HC Fahrzeugtechnik

Hydrocarbons

Kohlenwasserstoffe im Abgas. Unverbrannte oder teilweise verbrannte Kraftstoffbestandteile zählen zu den regulierten Schadstoffkomponenten.

HDC Fahrzeugtechnik

Hill Descent Control

Bergabfahrhilfe. Das System hält bei steilen Abfahrten durch automatische Bremseingriffe eine niedrige, kontrollierte Geschwindigkeit.

HDi Fahrzeugtechnik

High-pressure Direct Injection

Stellantis- beziehungsweise PSA-Bezeichnung für Dieselmotoren mit Hochdruck-Direkteinspritzung. Je nach Generation werden Common-Rail-Technik und Abgasnachbehandlung kombiniert.

HEV Fahrzeugtechnik

Hybrid Electric Vehicle

Vollhybrid, der kurze Strecken rein elektrisch fahren kann und extern nicht geladen wird.

HID Fahrzeugtechnik

High Intensity Discharge

Gasentladungslicht mit hoher Lichtausbeute, im Pkw-Bereich vor allem als Xenonlicht bekannt. HID-Scheinwerfer benötigen ein Vorschaltgerät zur Zündung und Regelung der Lampe.

HMI Fahrzeugtechnik

Human Machine Interface

Mensch-Maschine-Schnittstelle. Dazu gehören Anzeigen, Touchscreens, Schalter, Sprachsteuerung und andere Bedienelemente, über die Fahrer und Fahrzeug miteinander interagieren.

HPC Fahrzeugtechnik

High Power Charging

Hochleistungs-Schnellladen mit Gleichstrom. Der Begriff wird typischerweise für besonders leistungsfähige DC-Ladepunkte verwendet, oft im Bereich von 150 kW und deutlich darüber.

HSA Fahrzeugtechnik

Hill Start Assist

Berganfahrassistent. Er hält den Bremsdruck beim Anfahren an einer Steigung kurzzeitig aufrecht, damit das Fahrzeug nicht zurückrollt.

HSN Fahrzeugtechnik

Herstellerschlüsselnummer

Schlüsselnummer zur Identifikation des Fahrzeugherstellers in deutschen Fahrzeugdokumenten. Sie steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 2.1.

HSN/TSN Fahrzeugtechnik

Hersteller- und Typschlüsselnummer

Schlüsselnummern in deutschen Fahrzeugpapieren zur eindeutigen Typbestimmung.

HTHS Fahrzeugtechnik

High Temperature High Shear

Kennwert für die Viskosität eines Motoröls bei hoher Temperatur und hoher Scherbeanspruchung. Er ist für Schmierfilmstabilität, Reibung und bestimmte Motoröl-Freigaben relevant.

HU Fahrzeugtechnik

Hauptuntersuchung

Periodische technische Untersuchung zugelassener Fahrzeuge in Deutschland. Dabei wird geprüft, ob das Fahrzeug den Vorschriften entspricht und verkehrssicher ist.

HUD Fahrzeugtechnik

Head-Up Display

Anzeige, die wichtige Informationen in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Je nach System erscheinen Geschwindigkeit, Navigation oder Assistenzhinweise auf einer Scheibe oder scheinbar vor dem Fahrzeug.

HV Fahrzeugtechnik

High Voltage

Hochvoltbereich eines elektrifizierten Fahrzeugs. Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen umfasst er Komponenten wie Traktionsbatterie, Inverter, Elektromotor und Hochvoltleitungen.

HVO Fahrzeugtechnik

Hydrotreated Vegetable Oil

Paraffinischer Dieselkraftstoff aus hydrierten biogenen Rohstoffen beziehungsweise Reststoffen. HVO kann je nach Fahrzeugfreigabe als erneuerbare Alternative zu fossilem Diesel eingesetzt werden.

ICE Fahrzeugtechnik

Internal Combustion Engine

Englische Abkürzung für Verbrennungsmotor. Gemeint sind Motoren, bei denen Kraftstoff im Motor verbrannt und die freiwerdende Energie mechanisch genutzt wird.

ICEV Fahrzeugtechnik

Internal Combustion Engine Vehicle

Fahrzeug mit Verbrennungsmotor als primärer Antriebsquelle. Der Begriff dient häufig zur Abgrenzung gegenüber BEV, HEV oder FCEV.

ISA Fahrzeugtechnik

Intelligent Speed Assistance

Intelligenter Geschwindigkeitsassistent. Das System ermittelt geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen und unterstützt den Fahrer durch Informationen, Warnungen oder haptische Rückmeldung beim Einhalten des Tempolimits.

ISOFIX Fahrzeugtechnik

ISOFIX-Kindersitzbefestigungssystem

International standardisiertes Befestigungssystem für Kindersitze im Fahrzeug. Starre Verankerungspunkte verbinden den Kindersitz direkt mit der Fahrzeugstruktur.

KBA Fahrzeugtechnik

Kraftfahrt-Bundesamt

Bundesoberbehörde mit Aufgaben rund um Typgenehmigung, Fahrzeug- und Halterregister, Produktsicherheit und statistische Fahrzeugdaten in Deutschland.

Kfz Fahrzeugtechnik

Kraftfahrzeug

Deutsche Sammelabkürzung für motorisierte Fahrzeuge, die durch Maschinenkraft bewegt werden. Der Begriff wird in Gesetzgebung, Zulassung und Alltag verwendet.

KÜS Fahrzeugtechnik

Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger

Deutsche Überwachungsorganisation, deren Prüfingenieure unter anderem Hauptuntersuchungen und weitere amtliche Fahrzeugprüfungen durchführen.

kW Fahrzeugtechnik

Kilowatt

Einheit der Leistung. Motor- und Ladeleistungen von Fahrzeugen werden in Deutschland offiziell beziehungsweise technisch typischerweise in Kilowatt angegeben.

kWh Fahrzeugtechnik

Kilowattstunde

Einheit der Energie. Bei Elektroautos wird damit insbesondere die Energie- beziehungsweise Batteriekapazität sowie der Stromverbrauch angegeben.

LCI Fahrzeugtechnik

Life Cycle Impulse

BMW-Bezeichnung für eine Modellpflege innerhalb derselben Generation.

LCV Fahrzeugtechnik

Light Commercial Vehicle

Leichtes Nutzfahrzeug, beispielsweise Transporter oder Van für gewerblichen Einsatz. Die genaue regulatorische Einordnung richtet sich nach Fahrzeugklasse und zulässiger Gesamtmasse.

LDW Fahrzeugtechnik

Lane Departure Warning

Spurverlassenswarnung. Das System erkennt ein unbeabsichtigtes Verlassen der Fahrspur und warnt den Fahrer, greift aber nicht zwingend aktiv in die Lenkung ein.

LED Fahrzeugtechnik

Light Emitting Diode

Leuchtdiode. Im Fahrzeug werden LEDs für Scheinwerfer, Rückleuchten, Innenraumbeleuchtung, Displays und Signalanzeigen eingesetzt.

LFP Fahrzeugtechnik

Lithium Iron Phosphate

Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie für Traktionsbatterien. Sie gilt als thermisch robust und langlebig, besitzt aber typischerweise eine geringere Energiedichte als nickelreiche Lithium-Ionen-Chemien.

LIN Fahrzeugtechnik

Local Interconnect Network

Kostengünstiger serieller Fahrzeugbus für einfachere Aktoren und Sensoren. LIN wird häufig ergänzend zu CAN eingesetzt, beispielsweise für Türen, Sitze oder Klimaklappen.

LKA Fahrzeugtechnik

Lane Keeping Assist

Spurhalteassistent. Das System unterstützt den Fahrer durch Lenkeingriffe dabei, das Fahrzeug innerhalb der erkannten Fahrspur zu halten.

Lkw Fahrzeugtechnik

Lastkraftwagen

In Deutschland gebräuchliche Abkürzung für Lastkraftwagen. Lkw sind primär für den Gütertransport bestimmte Kraftfahrzeuge.

LMO Fahrzeugtechnik

Lithium Manganese Oxide

Lithium-Manganoxid-Zellchemie. Sie wurde und wird in bestimmten Fahrzeugbatterien allein oder in Kombination mit anderen Kathodenchemien eingesetzt.

LNG Fahrzeugtechnik

Liquefied Natural Gas

Verflüssigtes Erdgas. Es wird stark gekühlt in flüssigem Zustand gespeichert und vor allem bei schweren Nutzfahrzeugen eingesetzt.

LNT Fahrzeugtechnik

Lean NOx Trap

NOx-Speicherkatalysator für mager betriebene Motoren. Stickoxide werden zeitweise gespeichert und während Regenerationsphasen chemisch reduziert.

LPG Fahrzeugtechnik

Liquefied Petroleum Gas

Flüssiggas aus Propan und Butan, im Pkw-Bereich meist als Autogas bezeichnet. Es wird unter moderatem Druck flüssig gespeichert und in entsprechend umgerüsteten oder ab Werk ausgelegten Ottomotoren genutzt.

LSD Fahrzeugtechnik

Limited Slip Differential

Sperrdifferenzial mit begrenzter Ausgleichswirkung. Es begrenzt zu große Drehzahlunterschiede zwischen angetriebenen Rädern und verbessert dadurch die Traktion.

LSV Fahrzeugtechnik

Ladesäulenverordnung

Deutsche Verordnung mit technischen und organisatorischen Anforderungen an öffentlich zugängliche Ladepunkte. Ihre Bedeutung wird inzwischen durch unmittelbar geltende europäische Vorgaben ergänzt.

LTO Fahrzeugtechnik

Lithium Titanate Oxide

Lithium-Titanat-Batteriechemie mit sehr hoher Zyklenfestigkeit und hoher Ladeleistung. Ihre Energiedichte ist jedoch vergleichsweise niedrig.

LV Fahrzeugtechnik

Low Voltage

Niedervolt-Bordnetz eines Fahrzeugs. Dazu zählen typischerweise 12-Volt- oder 48-Volt-Systeme für Steuergeräte, Beleuchtung und Nebenverbraucher.

M+S Fahrzeugtechnik

Matsch und Schnee

Traditionelle Reifenkennzeichnung für Matsch und Schnee. Für die rechtliche Anerkennung als Winterreifen in Deutschland ist bei neueren Reifen das Alpine-Symbol 3PMSF entscheidend.

MCS Fahrzeugtechnik

Megawatt Charging System

Ladestandard für sehr hohe DC-Ladeleistungen im Megawattbereich. Er ist primär für schwere elektrische Nutzfahrzeuge vorgesehen.

MHEV Fahrzeugtechnik

Mild Hybrid Electric Vehicle

Mildhybrid, dessen Elektromotor den Verbrenner unterstützt, das Auto aber meist nicht allein antreibt.

MON Fahrzeugtechnik

Motor Octane Number

Englische Bezeichnung für die Motor-Oktanzahl. MON entspricht der deutschen Abkürzung MOZ.

MOPF Fahrzeugtechnik

Modellpflege

Vor allem bei Mercedes-Benz gebräuchliche Kurzform für eine Modellpflege innerhalb einer bestehenden Baureihe oder Generation. Sie entspricht konzeptionell einem Facelift beziehungsweise einer technischen und optischen Überarbeitung.

MOST Fahrzeugtechnik

Media Oriented Systems Transport

Datenbusstandard für Multimedia- und Infotainmentanwendungen im Fahrzeug. Er wurde insbesondere für Audio-, Video- und Kommunikationsdaten verwendet.

MOZ Fahrzeugtechnik

Motor-Oktanzahl

Oktanzahl, die unter gegenüber ROZ verschärften Prüfbedingungen ermittelt wird. Sie beschreibt ebenfalls die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffs.

MPI Fahrzeugtechnik

Multi Point Injection

Mehrpunkteinspritzung bei Ottomotoren. Jeder Zylinder beziehungsweise Ansaugkanal besitzt typischerweise ein eigenes Einspritzventil.

MPV Fahrzeugtechnik

Multi Purpose Vehicle

Mehrzweckfahrzeug mit auf Variabilität und Innenraumangebot ausgerichteter Karosserie. Im Deutschen werden solche Fahrzeuge häufig als Van bezeichnet.

MT Fahrzeugtechnik

Manual Transmission

Handschaltgetriebe. Gangwahl und Kupplungsbetätigung erfolgen bei klassischen Ausführungen durch den Fahrer.

NCA Fahrzeugtechnik

Nickel Cobalt Aluminium

Lithium-Ionen-Zellchemie mit Nickel, Kobalt und Aluminium im Kathodenmaterial. Sie ermöglicht hohe Energiedichten und wird in bestimmten Traktionsbatterien eingesetzt.

NCAP Fahrzeugtechnik

New Car Assessment Programme

Bezeichnung für Programme zur Bewertung der Fahrzeugsicherheit anhand standardisierter Crash- und Assistenzsystemtests. In Europa ist insbesondere Euro NCAP bekannt.

NEDC Fahrzeugtechnik

New European Driving Cycle

Englische Bezeichnung für den Neuen Europäischen Fahrzyklus, also NEFZ. Der Zyklus wurde für neue Pkw durch das realitätsnähere WLTP-Verfahren abgelöst.

NEFZ Fahrzeugtechnik

Neuer Europäischer Fahrzyklus

Früheres europäisches Prüfverfahren beziehungsweise Fahrzyklus zur Ermittlung von Verbrauch und Emissionen. Bei neuen Pkw wurde es schrittweise durch WLTP ersetzt.

NFC Fahrzeugtechnik

Near Field Communication

Kurzstrecken-Funktechnik für sehr geringe Distanzen. Im Auto wird NFC unter anderem für digitale Fahrzeugschlüssel, Smartphone-Kopplung oder Authentifizierung verwendet.

Nfz Fahrzeugtechnik

Nutzfahrzeug

Sammelbezeichnung für gewerblich genutzte Fahrzeuge wie Transporter, Lastkraftwagen und bestimmte Spezialfahrzeuge.

NiMH Fahrzeugtechnik

Nickel Metal Hydride

Nickel-Metallhydrid-Akkumulator. Diese Batterietechnik ist besonders aus klassischen Hybridfahrzeugen bekannt und gilt als robust, besitzt aber eine geringere Energiedichte als moderne Lithium-Ionen-Systeme.

Nm Fahrzeugtechnik

Newtonmeter

Einheit des Drehmoments. Bei Fahrzeugen wird damit unter anderem das maximale Motordrehmoment angegeben.

NMC Fahrzeugtechnik

Nickel Manganese Cobalt

Lithium-Ionen-Zellchemie mit Nickel, Mangan und Kobalt im Kathodenmaterial. Sie wird wegen ihrer Kombination aus Energiedichte, Leistung und Lebensdauer häufig in Elektrofahrzeugen eingesetzt.

NMHC Fahrzeugtechnik

Non-Methane Hydrocarbons

Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe. Bei der Emissionsmessung werden Kohlenwasserstoffe ohne den Methananteil separat bewertet.

NO Fahrzeugtechnik

Stickstoffmonoxid

Gasförmiges Stickoxid, das bei Verbrennungsprozessen entsteht. Im Abgas kann NO in der Atmosphäre oder in Abgasnachbehandlungssystemen teilweise zu NO2 oxidiert werden.

NO2 Fahrzeugtechnik

Stickstoffdioxid

Reizgas aus der Gruppe der Stickoxide. Es entsteht direkt bei Verbrennungsprozessen oder durch Oxidation von Stickstoffmonoxid.

NOVC-HEV Fahrzeugtechnik

Not Off-Vehicle Charging Hybrid Electric Vehicle

Regulatorische Bezeichnung für ein Hybridelektrofahrzeug, das nicht aus einer externen Stromquelle geladen werden kann. Dazu zählen klassische Vollhybride und je nach Definition weitere selbstladende Hybridsysteme.

NOx Fahrzeugtechnik

Stickoxide

Sammelbegriff für Stickoxide, im Fahrzeugabgas insbesondere Stickstoffmonoxid NO und Stickstoffdioxid NO2. Sie entstehen vor allem bei hohen Verbrennungstemperaturen.

NSC Fahrzeugtechnik

NOx Storage Catalyst

NOx-Speicherkatalysator. Die Abkürzung beschreibt funktional dasselbe Grundprinzip wie LNT.

NTE Fahrzeugtechnik

Not To Exceed

Grenzwertkonzept, bei dem ein festgelegter Wert unter den definierten Prüfbedingungen nicht überschritten werden darf. Der Begriff kommt unter anderem in Emissionsregelwerken vor.

OBC Fahrzeugtechnik

On-Board Charger

Im Fahrzeug eingebautes Ladegerät für Wechselstromladen. Es wandelt AC aus dem Stromnetz in Gleichstrom um, mit dem die Hochvoltbatterie geladen wird.

OBD Fahrzeugtechnik

On-Board-Diagnose

Fahrzeuginterne Diagnose, die emissions- und funktionsrelevante Systeme überwacht. Fehler werden in Steuergeräten gespeichert und können über eine genormte Diagnoseschnittstelle ausgelesen werden.

OBD-II Fahrzeugtechnik

On-Board Diagnostics II

Zweite Generation der standardisierten On-Board-Diagnose. Der Begriff ist besonders aus den USA bekannt und wird umgangssprachlich auch für den 16-poligen Diagnoseanschluss verwendet.

OHC Fahrzeugtechnik

Overhead Camshaft

Ventiltrieb mit obenliegender Nockenwelle. Die Nockenwelle befindet sich im Zylinderkopf oder unmittelbar darüber.

OHV Fahrzeugtechnik

Overhead Valve

Motorbauart mit im Zylinderkopf angeordneten Ventilen und meist im Motorblock liegender Nockenwelle. Die Ventile werden typischerweise über Stößelstangen betätigt.

OLED Fahrzeugtechnik

Organic Light Emitting Diode

Organische Leuchtdiode. OLED-Technik wird im Fahrzeug unter anderem für hochwertige Displays und bei einzelnen Modellen für besonders frei gestaltbare Rückleuchten eingesetzt.

OPF Fahrzeugtechnik

Ottopartikelfilter

Partikelfilter für Benzinmotoren.

OTA Fahrzeugtechnik

Over the Air

Drahtlose Übertragung von Software, Konfigurationen oder Kartenmaterial an ein Fahrzeug. OTA-Updates können Funktionen aktualisieren, ohne dass das Fahrzeug dafür zwingend in eine Werkstatt muss.

OVC-HEV Fahrzeugtechnik

Off-Vehicle Charging Hybrid Electric Vehicle

Regulatorische Bezeichnung für ein extern aufladbares Hybridelektrofahrzeug. Technisch entspricht das im Pkw-Alltag im Wesentlichen einem Plug-in-Hybrid.

PD Fahrzeugtechnik

Pumpe-Düse

Diesel-Einspritzsystem, bei dem Pumpe und Einspritzdüse je Zylinder zu einer Einheit zusammengefasst sind. Die Technik wurde bei Pkw weitgehend durch Common-Rail-Systeme ersetzt.

PDC Fahrzeugtechnik

Park Distance Control

Einparkhilfe mit Abstandssensoren. Ultraschall- oder andere Sensoren messen den Abstand zu Hindernissen und warnen optisch oder akustisch.

PDK Fahrzeugtechnik

Porsche Doppelkupplungsgetriebe

Porsche-Bezeichnung für ein Doppelkupplungsgetriebe. Es ermöglicht schnelle automatisierte Gangwechsel und kann je nach Modell unterschiedliche Fahrprogramme nutzen.

PEMS Fahrzeugtechnik

Portable Emissions Measurement System

Portables Emissionsmesssystem zur Messung von Abgasbestandteilen während realer Straßenfahrten. PEMS wird unter anderem bei RDE-Prüfungen eingesetzt.

PFI Fahrzeugtechnik

Port Fuel Injection

Saugrohreinspritzung. Der Kraftstoff wird vor dem Einlassventil in den Ansaugkanal eingespritzt und gelangt zusammen mit der Luft in den Brennraum.

PHEV Fahrzeugtechnik

Plug-in Hybrid Electric Vehicle

Plug-in-Hybrid mit extern ladbarer Batterie.

Pkw Fahrzeugtechnik

Personenkraftwagen

In Deutschland gebräuchliche Abkürzung für Personenkraftwagen. Pkw sind primär zur Beförderung von Personen bestimmte Kraftfahrzeuge.

PM Fahrzeugtechnik

Particulate Matter

Partikelmasse im Abgas. Sie beschreibt die Masse der ausgestoßenen Partikel und ist insbesondere bei Diesel- und Direkteinspritzmotoren relevant.

PN Fahrzeugtechnik

Particle Number

Partikelanzahl im Abgas. Neben der Partikelmasse ist die Anzahl sehr kleiner Partikel ein eigenständiger regulatorischer Messwert.

PnC Fahrzeugtechnik

Plug and Charge

Automatisiertes Authentifizieren und Abrechnen eines Ladevorgangs nach dem Einstecken des Ladekabels. Fahrzeug und Ladesäule tauschen dafür digitale Zertifikate aus.

PS Fahrzeugtechnik

Pferdestärke

Traditionelle Einheit der Motorleistung. In technischen und amtlichen Angaben ist Kilowatt die SI-nahe Standardangabe; 1 kW entspricht ungefähr 1,36 PS.

PSM Fahrzeugtechnik

Porsche Stability Management

Porsche-Bezeichnung für das elektronische Fahrstabilitätssystem. Es kombiniert unter anderem Stabilitäts- und Traktionsfunktionen.

RCTA Fahrzeugtechnik

Rear Cross Traffic Alert

Querverkehrswarnung beim Rückwärtsfahren. Sensoren überwachen den Bereich hinter dem Fahrzeug und warnen beispielsweise beim Ausparken vor seitlich herannahenden Fahrzeugen.

RDE Fahrzeugtechnik

Real Driving Emissions

Messung von Schadstoffemissionen im realen Straßenbetrieb. RDE ergänzt Prüfstandverfahren und nutzt für die Messung am Fahrzeug typischerweise ein portables Emissionsmesssystem.

RDKS Fahrzeugtechnik

Reifendruckkontrollsystem

Deutsche Abkürzung für ein System zur Überwachung des Reifenfülldrucks. Direkte Systeme messen mit Drucksensoren im Rad, indirekte Systeme nutzen unter anderem ABS-Raddrehzahlsignale.

RDS Fahrzeugtechnik

Radio Data System

Zusatzdatendienst im UKW-Rundfunk. RDS überträgt beispielsweise Sendername, Programminformationen und Verkehrsfunkkennungen.

REESS Fahrzeugtechnik

Rechargeable Electric Energy Storage System

Wiederaufladbares Speichersystem für elektrische Energie, das den elektrischen Antrieb versorgt. Bei Elektroautos ist damit typischerweise die Hochvoltbatterie einschließlich ihrer relevanten Systemgrenzen gemeint.

REEV Fahrzeugtechnik

Range Extended Electric Vehicle

Alternative Bezeichnung für ein Elektrofahrzeug mit Range Extender. Der Verbrennungsmotor dient im Grundkonzept nicht als primärer mechanischer Radantrieb, sondern als Energiequelle für den elektrischen Antrieb.

REx Fahrzeugtechnik

Range Extender

Reichweitenverlängerer für ein Elektrofahrzeug. Meist handelt es sich um einen kleinen Verbrennungsmotor mit Generator, der bei niedrigem Batteriestand elektrische Energie erzeugt.

RFID Fahrzeugtechnik

Radio Frequency Identification

Funkbasierte Identifikation über Transponder. An Ladesäulen werden RFID-Karten oder -Chips häufig zur Freischaltung und Zuordnung eines Ladevorgangs verwendet.

RFT Fahrzeugtechnik

Run Flat Tire

Reifen mit Notlaufeigenschaften. Verstärkte Seitenwände oder andere konstruktive Maßnahmen ermöglichen nach Druckverlust eine begrenzte Weiterfahrt.

ROF Fahrzeugtechnik

Run On Flat

Herstellerspezifisch verwendete Kennzeichnung für Reifen mit Notlaufeigenschaften. Nach Luftdruckverlust ist unter definierten Bedingungen eine begrenzte Weiterfahrt möglich.

RON Fahrzeugtechnik

Research Octane Number

International gebräuchliche englische Bezeichnung für die Research-Oktanzahl. RON entspricht inhaltlich der deutschen Abkürzung ROZ.

ROZ Fahrzeugtechnik

Research-Oktanzahl

In Deutschland gebräuchliche Angabe für die Klopffestigkeit von Ottokraftstoff. Typische Werte an Tankstellen sind beispielsweise 95 oder 98 ROZ.

RPF Fahrzeugtechnik

Rußpartikelfilter

Deutsche Kurzbezeichnung für einen Partikelfilter, insbesondere bei Dieselfahrzeugen. In technischen Daten wird häufiger DPF verwendet.

RTTI Fahrzeugtechnik

Real Time Traffic Information

Echtzeit-Verkehrsinformationen. Sie werden über vernetzte Dienste aus aktuellen Verkehrs- und Bewegungsdaten erzeugt und in Navigationssystemen dargestellt.

RWD Fahrzeugtechnik

Rear-Wheel Drive

Hinterradantrieb. Die Antriebskraft wird an die Hinterräder übertragen.

SAC Fahrzeugtechnik

Sport Activity Coupé

BMW-Bezeichnung für SUV-Modelle mit coupéartig abfallender Dachlinie. Der Begriff ist eine Marketingbezeichnung und keine amtliche Fahrzeugklasse.

SAE Fahrzeugtechnik

Society of Automotive Engineers

Technische Fachorganisation, heute SAE International. Im Pkw-Alltag ist die Abkürzung besonders durch SAE-Viskositätsklassen wie 0W-20 oder 5W-30 bekannt.

SAPS Fahrzeugtechnik

Sulphated Ash, Phosphorus and Sulfur

Sammelbegriff für Sulfatasche, Phosphor und Schwefel in Motorölen. Low-SAPS-Öle reduzieren diese Bestandteile, um moderne Abgasnachbehandlungssysteme wie Partikelfilter zu schützen.

SAV Fahrzeugtechnik

Sport Activity Vehicle

Von BMW verwendete Bezeichnung für bestimmte SUV-Modelle. Technisch handelt es sich nicht um eine eigene gesetzliche Fahrzeugklasse.

SBC Fahrzeugtechnik

Sensotronic Brake Control

Mercedes-Benz-Bezeichnung für ein elektrohydraulisches Bremssystem bestimmter früherer Modellgenerationen. Der Bremswunsch wird elektronisch erfasst und hydraulisch umgesetzt.

SCR Fahrzeugtechnik

Selective Catalytic Reduction

Abgasnachbehandlung, die Stickoxide meist mithilfe von AdBlue reduziert.

SIPS Fahrzeugtechnik

Side Impact Protection System

Volvo-Bezeichnung für ein konstruktives Seitenaufprallschutzsystem. Es verteilt Aufprallkräfte über die Fahrzeugstruktur und arbeitet zusammen mit Rückhaltesystemen.

SMG Fahrzeugtechnik

Sequential Manual Gearbox

BMW-Bezeichnung für bestimmte automatisierte sequenzielle Schaltgetriebe früherer Fahrzeuggenerationen. Grundlage ist ein mechanisches Getriebe, dessen Kupplung und Gangwahl automatisiert betätigt werden.

SoC Fahrzeugtechnik

State of Charge

Aktueller Ladezustand einer Batterie in Prozent.

SoH Fahrzeugtechnik

State of Health

Gesundheitszustand einer Batterie. Der Wert beschreibt den Alterungszustand beziehungsweise die verbleibende Leistungs- oder Kapazitätsfähigkeit im Vergleich zum Neuzustand.

SOHC Fahrzeugtechnik

Single Overhead Camshaft

Zylinderkopf mit einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderbank. Die Nockenwelle steuert Einlass- und Auslassventile über entsprechende Ventiltriebe.

SSR Fahrzeugtechnik

Self Supporting Runflat

Selbsttragende Runflat-Reifentechnik. Verstärkte Seitenwände tragen das Fahrzeug bei Druckverlust für eine begrenzte Strecke.

StVO Fahrzeugtechnik

Straßenverkehrs-Ordnung

Deutsche Rechtsverordnung mit den grundlegenden Verhaltensregeln im Straßenverkehr. Sie regelt unter anderem Verkehrszeichen, Geschwindigkeiten, Vorfahrt und Halten.

StVZO Fahrzeugtechnik

Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung

Deutsche Rechtsverordnung mit technischen und betrieblichen Vorschriften für Fahrzeuge im Straßenverkehr. Viele Anforderungen an Bauart, Ausrüstung und Untersuchungen haben hier ihre Grundlage.

SUV Fahrzeugtechnik

Sport Utility Vehicle

Fahrzeugklasse beziehungsweise Karosseriekonzept mit erhöhter Sitzposition und SUV-typischer Gestaltung. Ein SUV muss nicht zwingend über Allradantrieb oder besondere Geländeeigenschaften verfügen.

T-GDI Fahrzeugtechnik

Turbo Gasoline Direct Injection

Bezeichnung für aufgeladene Benzin-Direkteinspritzmotoren. Sie wird unter anderem von Hyundai und Kia verwendet.

TCS Fahrzeugtechnik

Traction Control System

Traktionskontrolle beziehungsweise Antriebsschlupfregelung. Sie verhindert übermäßiges Durchdrehen der Antriebsräder durch Motormoment- und gegebenenfalls Bremseingriffe.

TCU Fahrzeugtechnik

Transmission Control Unit

Getriebesteuergerät. Es verarbeitet Sensor- und Fahreranforderungen und steuert bei Automatik- und Doppelkupplungsgetrieben Schaltvorgänge sowie weitere Getriebefunktionen.

TDCi Fahrzeugtechnik

Turbo Diesel Common-rail Injection

Ford-Bezeichnung für Turbodieselmotoren mit Common-Rail-Direkteinspritzung.

TDI Fahrzeugtechnik

Turbocharged Direct Injection

Vor allem vom Volkswagen-Konzern verwendete Bezeichnung für aufgeladene Dieselmotoren mit Direkteinspritzung. In modernen Ausführungen kommt üblicherweise Common-Rail-Einspritzung zum Einsatz.

TFSI Fahrzeugtechnik

Turbo Fuel Stratified Injection

Audi-Bezeichnung für aufgeladene Ottomotoren mit Direkteinspritzung. Technisch ist das Kürzel eng mit den TSI-Motorfamilien des Volkswagen-Konzerns verwandt.

THC Fahrzeugtechnik

Total Hydrocarbons

Gesamtkohlenwasserstoffe im Abgas. Der Messwert umfasst die Summe der erfassten gasförmigen Kohlenwasserstoffverbindungen.

TMC Fahrzeugtechnik

Traffic Message Channel

Digital übertragener Verkehrsnachrichtendienst, der klassisch über RDS verbreitet wird. Navigationssysteme können TMC-Meldungen zur Routenanpassung verwenden.

TPMS Fahrzeugtechnik

Tire Pressure Monitoring System

Reifendruckkontrollsystem. Es überwacht den Reifenfülldruck direkt über Sensoren oder indirekt über Raddrehzahlen und warnt bei relevantem Druckverlust.

TSI Fahrzeugtechnik

Turbocharged Stratified Injection

Volkswagen-Konzernbezeichnung für aufgeladene Ottomotoren mit Direkteinspritzung beziehungsweise moderner Benzineinspritzung. Die konkrete technische Ausführung hängt von Motorfamilie und Generation ab.

TSN Fahrzeugtechnik

Typschlüsselnummer

Schlüsselnummer zur genaueren Identifikation eines Fahrzeugtyps beziehungsweise einer Variante in deutschen Fahrzeugdokumenten. Sie wird unter anderem von Versicherern und Teilekatalogen verwendet.

TSR Fahrzeugtechnik

Traffic Sign Recognition

Verkehrszeichenerkennung. Kamera- und Kartendaten können Verkehrszeichen wie Tempolimits erkennen und im Fahrzeug anzeigen beziehungsweise Assistenzsystemen bereitstellen.

Fahrzeugtechnik

Technische Überarbeitung

Überarbeitungsstufe eines Motors oder Bauteils.

TÜV Fahrzeugtechnik

Technischer Überwachungsverein

Bezeichnung für mehrere technische Prüforganisationen in Deutschland. TÜV-Gesellschaften führen unter anderem Hauptuntersuchungen, Begutachtungen und technische Prüfungen durch.

TWC Fahrzeugtechnik

Three-Way Catalyst

Drei-Wege-Katalysator für Ottomotoren mit stöchiometrischem Gemisch. Er reduziert Stickoxide und oxidiert gleichzeitig Kohlenmonoxid sowie unverbrannte Kohlenwasserstoffe.

UNECE Fahrzeugtechnik

United Nations Economic Commission for Europe

Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa. Im Fahrzeugbereich entwickelt sie zahlreiche international verwendete UN-Regelungen für Typgenehmigung, Sicherheit, Emissionen und technische Anforderungen.

USB Fahrzeugtechnik

Universal Serial Bus

Universelle digitale Schnittstelle. Im Fahrzeug wird USB zum Laden, zur Smartphone-Verbindung und zur Übertragung von Medien- oder Diagnosedaten genutzt.

V2G Fahrzeugtechnik

Vehicle to Grid

Bidirektionales Laden: Das Fahrzeug kann Energie in das öffentliche Stromnetz zurückspeisen.

V2H Fahrzeugtechnik

Vehicle to Home

Das Fahrzeug kann Energie in ein Hausnetz abgeben.

V2I Fahrzeugtechnik

Vehicle to Infrastructure

Kommunikation zwischen Fahrzeug und Verkehrsinfrastruktur. Beispiele sind der Datenaustausch mit Ampeln, Straßeninfrastruktur oder vernetzten Verkehrssystemen.

V2L Fahrzeugtechnik

Vehicle to Load

Das Fahrzeug versorgt externe elektrische Geräte mit Strom.

V2P Fahrzeugtechnik

Vehicle to Pedestrian

Kommunikation beziehungsweise Warnkonzept zwischen Fahrzeugen und ungeschützten Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern. Ziel ist die frühzeitige Erkennung kritischer Situationen.

V2V Fahrzeugtechnik

Vehicle to Vehicle

Kommunikation zwischen Fahrzeugen. Dabei können beispielsweise Positions-, Geschwindigkeits- oder Warninformationen ausgetauscht werden.

V2X Fahrzeugtechnik

Vehicle to Everything

Oberbegriff für Kommunikation oder Energieaustausch zwischen Fahrzeug und seiner Umgebung. Je nach Kontext umfasst V2X beispielsweise V2V, V2I sowie bei Energieanwendungen bidirektionale Ladefunktionen.

VANOS Fahrzeugtechnik

Variable Nockenwellensteuerung

BMW-Bezeichnung für die variable Verstellung der Nockenwellen. Dadurch werden Ventilsteuerzeiten an Drehzahl und Last angepasst; Doppel-VANOS verstellt Einlass- und Auslassnockenwelle.

VDS Fahrzeugtechnik

Vehicle Descriptor Section

Fahrzeugbeschreibender Abschnitt der VIN. Er enthält herstellerspezifische Zeichen zur Beschreibung von Fahrzeugtyp, Baureihe oder technischen Merkmalen.

VGT Fahrzeugtechnik

Variable Geometry Turbocharger

Englische Bezeichnung für einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Das Funktionsprinzip entspricht der im Deutschen häufig verwendeten Abkürzung VTG.

VIN Fahrzeugtechnik

Vehicle Identification Number

Internationale Bezeichnung für die Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Moderne VINs bestehen typischerweise aus 17 Zeichen und codieren Hersteller-, Fahrzeug- und Serieninformationen.

VIS Fahrzeugtechnik

Vehicle Identifier Section

Fahrzeugunterscheidender Abschnitt der VIN. Er enthält insbesondere die fortlaufende Identifikation beziehungsweise Seriennummer des einzelnen Fahrzeugs.

VTEC Fahrzeugtechnik

Variable Valve Timing and Lift Electronic Control

Honda-System für variable Ventilsteuerung und je nach Ausführung variablen Ventilhub. Unterschiedliche Nockenprofile beziehungsweise Steuerstrategien passen die Ventilbetätigung an den Betriebszustand an.

VTG Fahrzeugtechnik

Variable Turbinengeometrie

Turboladertechnik mit verstellbaren Leitschaufeln an der Turbinenseite. Sie ermöglicht eine bessere Anpassung des Ladedruckaufbaus an unterschiedliche Drehzahlen und Lastzustände.

VVL Fahrzeugtechnik

Variable Valve Lift

Variabler Ventilhub. Das System verändert den Öffnungshub der Ventile und kann dadurch Füllung, Wirkungsgrad und Leistungsentfaltung beeinflussen.

VVT Fahrzeugtechnik

Variable Valve Timing

Variable Ventilsteuerung. Steuerzeiten der Ventile werden abhängig von Drehzahl und Last verändert, um Leistung, Drehmoment, Verbrauch oder Emissionen zu optimieren.

WLTC Fahrzeugtechnik

Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Cycle

Standardisierter Fahrzyklus innerhalb des WLTP-Verfahrens. Er definiert Geschwindigkeitsprofile und Fahrphasen für die Messung von Verbrauch, CO2 und Schadstoffemissionen.

WLTP Fahrzeugtechnik

Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure

Standardisiertes Prüfverfahren für Verbrauch, CO₂-Ausstoß und Reichweite.

WMI Fahrzeugtechnik

World Manufacturer Identifier

Herstellerkennung am Anfang einer 17-stelligen VIN. Die ersten drei Zeichen identifizieren in der Regel den Hersteller beziehungsweise eine Herstellergruppe.

WWH-OBD Fahrzeugtechnik

World-Wide Harmonized On-Board Diagnostics

Weltweit harmonisierte On-Board-Diagnose. Sie vereinheitlicht Diagnoseanforderungen und Kommunikationsgrundlagen insbesondere im regulatorischen Fahrzeugumfeld.

XL Fahrzeugtechnik

Extra Load

Reifenkennzeichnung für eine gegenüber der Standardausführung erhöhte Tragfähigkeit. XL-Reifen arbeiten dafür mit entsprechend ausgelegter Karkasse und höher zulässigem Fülldruck.

XTL Fahrzeugtechnik

X-to-Liquid

Kraftstoffkennzeichnung für paraffinische synthetische Dieselkraftstoffe. Das X steht für unterschiedliche mögliche Ausgangsstoffe; dazu können beispielsweise HVO sowie andere synthetisch erzeugte paraffinische Dieselkraftstoffe zählen.

ZB I Fahrzeugtechnik

Zulassungsbescheinigung Teil I

Amtliches deutsches Fahrzeugdokument, umgangssprachlich Fahrzeugschein. Es enthält technische Fahrzeugdaten und Angaben zur aktuellen Zulassung.

ZB II Fahrzeugtechnik

Zulassungsbescheinigung Teil II

Amtliches deutsches Fahrzeugdokument, umgangssprachlich Fahrzeugbrief. Es dient insbesondere dem Nachweis der Verfügungsberechtigung im Zulassungsverfahren und enthält weniger technische Detaildaten als Teil I.

zGG Fahrzeugtechnik

zulässiges Gesamtgewicht

Traditionelle Kurzform für das maximal zulässige Gesamtgewicht eines Fahrzeugs. In aktuellen amtlichen Dokumenten wird häufig von zulässiger beziehungsweise technisch zulässiger Gesamtmasse gesprochen.

Fachbegriffe und Abkürzungen aus der Autowelt verständlich erklärt

WLTP, TSI, TDI, ABS, ESP, PHEV oder HSN und TSN – rund ums Auto begegnen uns zahlreiche Abkürzungen und technische Bezeichnungen. Manche stammen direkt von Fahrzeugherstellern, andere aus Fahrzeugtechnik, Zulassung, Elektromobilität oder gesetzlichen Prüfverfahren.

Im Auto-Lexikon von fahrstoff.de erklären wir solche Begriffe möglichst verständlich und ordnen sie in den passenden technischen Zusammenhang ein. Dazu gehören unter anderem Bezeichnungen für Motoren und Antriebe, Fahrerassistenzsysteme, Verbrauchs- und Emissionswerte, Ladeverfahren, Fahrzeugsicherheit sowie Angaben aus Fahrzeugpapieren.

Die Sammlung wird laufend erweitert. Über die Suche kannst du direkt nach einer bestimmten Abkürzung oder Bezeichnung suchen, während die alphabetische Navigation einen schnellen Überblick über alle vorhandenen Einträge ermöglicht.